Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

Sachsenburg, 9. Jänner 1276

Graf Albert von Görz und Tirol, Vogt der Kirchen von Aquileia, Trient u. Brixen, kompromittiert in seinem langjährigen Streite mit Eb Friedrich und seiner Kirche auf Bf Johann v. Chiemsee und Gebhard von Felben als vom Eb bestellte Schiedsleute und Graf Friedrich von Ortenburg und Burggraf Friedrich von Lienz (Lventz) als von seiner Seite ernannt, die versprechen, bei ihrem Spruche sich nur von der Gerechtigkeit leiten zu lassen und 14 Tage nach Pfingsten zu Gmünd (Gemunda) oder in einem andern, von beiden Parteien zu bestimmenden Orte zusammenzutreten und ohne Willen beider Parteien nicht auseinanderzugehen. Sie haben die Vollmacht, wenn nötig einen fünften zu kooptieren. Welche Partei die Entscheidung nicht anerkennt oder sie verletzt, zahlt 500 Mark Aquil. Pfge. unbeschadet des aufrecht bleibenden Spruches. Wird die Pön innerhalb Jahresfrist nicht bezahlt, wird der Betrag als Hypothek auf die Güter der Straffälligen gelegt. Im Falle der Verhinderung eines Schiedsrichters soll die gleiche Partei einen andern wählen.

Quelle: Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Salzburg, Erzstift (798-1806) AUR 1276 I 09

…quod quartadecima die post pentechosten arbitri dicti simul convenient in Gemundam vel in alium locum congruum …

Quelle: MHDC 5, S. 130f., No. 197, gekürzt

Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 16. April 2023)

Eindeutiger Bezeichner: 13/cr

Siegler Erwähnt

Ausstellungsort Burgen und Schlösser Gewässer Kirchen Klöster Landstriche Siedlungen