Einleitung
Hier werden Ereignisse im Lieser- und Maltatal beginnend mit dem 8. Jahrhundert geschildert. Sofern es Einfluss auf das Lieser- und Maltatal hatte, auch solche der näheren oder weiteren Umgebung, insbesondere wenn es Änderungen der Herrschaftsverhältnisse betrifft. Die Ereignisse sind chronologisch nach Jahrhundert aufgelistet. Zusätzlich werden die verwendeten Urkunden und Anmerkungen für die Ereignisse in dem jeweiligen Jahrhundert angegeben. Am Ende schließt sich ein Personen-, Orts- und Literaturverzeichnis an. Das Dokument wird laufend aktualisiert und erweitert.
Struktur
Urkunden und Anmerkungen sind grundsätzlich chronologisch geordnet. Sie werden mit eindeutigen Namen versehen, die sich nicht ändern, auch wenn vor oder nach einer Urkunde oder Anmerkung neue Urkunden oder Anmerkungen dazukommen. Bei Urkunden wird der Regest und ein Link auf das Digitalisat - wenn vorhanden - angegeben. Bei wichtigen Urkunden werden auch die Abschriften angeführt, wo das urheberrechtlich möglich ist oder wo aus dem Digitalisat eine eigene Abschrift gewonnen werden kann. Ist keine Abschrift verfügbar, aber ein lesbares Digitalisat vorhanden, dann wird auch hier die Abschrift angegeben. Die Regesten sind als wörtliche Zitate anzusehen, auch wenn auf die Anführungszeichen verzichtet wurde. Die Quelle befindet sich entweder in der dort zitierten Literaturstelle oder in der angegebenen Internetseite. Anmerkungen werden gemacht, da sich manche Sachverhalte nicht in Kürze wiedergeben lassen. Das ist besonders dort der Fall, wo Belege fehlen oder sich die Forschung uneinig ist. Manche Dinge erfordern auch ein wenig Erklärung, um verständlich zu sein. Um die Auflistung der Ereignisse kurz zu halten, werden Details bzw. Erklärungen in den Anmerkungen untergebracht.Gebietsauswahl
Als Lieser- und Maltatal wird folgendes Gebiet definiert: das Maltatal und Gössgraben, das Katschtal inklusive Katschberg, Inner- und Vorderkrems, das Liesertal, Leoben- und Nöringgraben, Gmünd, Radlgraben, Altersberg und Hintereggen, Lieseregg, Lieserbrücke und Lieserhofen. Treffling, Seeboden, das Gebiet des Millstätter Sees, Fratres und Spittal werden nur in Ausnahmefällen aufgenommen.Urkundenauswahl
Die Auswahl der Urkunden stützt sich auf mehrere Sammelwerke. Vorrangig ist das die Serie „Monumenta Historica Ducatus Carinthiae“, die von Jaksch 1896 begonnen und ab Band 5 von Wiessner fortgesetzt wurde. So entstanden 11 Bände, die bis ins Jahr 1500 reichen. Dort wurde von den Herausgebern bereits eine Vorauswahl von Urkunden, die Kärnten betreffen, vorgenommen. Diese Vorauswahl wurde dann nach folgenden Kriterien weiter eingeschränkt: Nennung von im behandelten Gebiet liegenden Orten oder dort handelnder Personen; Urkunden, die in Orten des Gebiets ausgestellt wurden; wichtige Ereignisse betreffend die Herrschaftsstruktur (z.B. Erzbistum Salzburg, Grafen von Görz, Grafen von Ortenburg, Herzogtum Kärnten); Ereignisse von überregionaler Bedeutung (z.B. Villacher Erdbeben, Pest, Türkeneinfälle). Fallweise wurde auch die Datenbank „Regesta Imperii“ verwendet. Weitere Urkunden (besonders jene nach 1500) kommen aus der Datenbank „Monasterium“, wo sich Urkunden, die beispielsweise im Staatsarchiv in Wien, im Kärntner Landesarchiv und im Archiv der Erzdiözese Salzburg verwahrt werden, digitalisiert wurden. Um zusätzliche Urkunden zu finden, wurden folgende Suchwörter verwendet: „Gmünd“.Sekundärliteratur und lokalhistorische Literatur
Wenn erforderlich wurde auch Sekundärliteratur erschienen in verschiedenen Zeitschriften wie z.B. der Carinthia/Carinthia I oder den Zeitschriften der historischen Vereine für Salzburg und Steiermark verwendet. Diese wurden vorzugsweise dafür benützt, um für bekannte Ereignisse Belege in der Literatur zu liefern oder weiterführende Informationen zu geben. Bei Belegen wurde älterer Sekundärliteratur, auf die sich neuere oft bezieht, der Vorrang gegeben. Es wurde auch darauf geachtet, dass der Volltext der Quelle möglichst online frei zugänglich ist. Das umfasst vorwiegend ältere Literatur, daher kann es in Ausnahmefällen zu veralteten Informationen kommen, weil neuere Forschung oftmals nicht frei zugänglich ist und mir daher neuere Erkenntnisse nicht immer bekannt sind.Lokalhistorische Werke von Broll und Lax wurden nur verwendet, wenn keine anderen Quellen zur Verfügung standen. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die verwendeten Quellen genau zu belegen und - wo erforderlich und mir bekannt - auf unbelegte, widersprüchliche oder veraltete Information in lokalhistorischer Literatur aufmerksam zu machen.