12. Jahrhundert
Zusätzlich zu den Freisinger und Brixener Besitzungen werden auch die Klöster Millstatt, Berchtesgaden und Viktring als im Lieser- und Maltatal begütert genannt. Berchtesgaden und Viktring wurden im 12. Jahrhundert gegründet, Millstatt bestand wahrscheinlich seit dem späten 11. Jahrhundert. Bischof Altmann von Trient, ein Sohn des Udalschalk von Lurn, schenkt Malta, die Hohenburg und ihren Besitz dem Kloster Suben. Er legt damit den Grundstein für den Besitz des Erzbistums Salzburg im Lurnfeld sowie im Maltatal und gegen Gmünd, welches wohl noch nicht existierte. Einzelner Besitz von Salzburg im Liesertal existierte wohl auch bereits davor, so zum Beispiel um Lieseregg. Genannt werden: Kreuschlach 1120, das Kloster Millstatt 1122, Zelsach 1137, Lieseregg (als Pfarre) 1138, Nöring vor 1147, Zlatting und Pleßnitz vor 1149, Krems(-brücke) ca. 1150–1164, Oberbuch 1177, ca. 1184–1197 ein Pfarrer aus Katsch (möglicherweise St. Peter im Katschtal), die Burg Sommeregg 1187, die Kirche in Zelsach 1188 (heute ein Wohnhaus), Pölla und die Burg Rauchenkatsch 1197.
- 1102-1105
- Die Gründung des Augustiner-Chorherren-Klosters Berchtesgaden wird von Papst Paschalis II. bestätigt. Urk. 12/b
- 31. Oktober 1120
- Kreuschlach („Crûskilach“) wird urkundlich genannt, als der Edle Dietmar Bischof Hugo von Brixen ein Gut dort zur Gründung eines Klosters in Bohinj, Slowenien schenkt. Urk. 12/c
- 27. März 1122
- Das Benediktinerkloster Millstatt wird urkundlich genannt, als Papst Calixt III. es unter seinen Schutz nimmt. Urk. 12/d Anm. 12/2
- 1123–1130
- Der Edle Walter von Malta („Walther de Malentin“) wird als Zeuge genannt, als Ceizolf, Neffe von Graf Engelbert I., Besitz den Klöstern St. Lambrecht und St. Paul sowie dem Bistum Gurk schenkt. Urk. 12/f Von seiner Erwähnung kann man auch auf die Existenz der Burg Malta (Ödenfest) schließen. Anm. 12/3
- 1124–1142 (17. Sept.)
- Malta kommt durch Schenkung von Bischof Altmann von Trient aus dem Besitz seines Bruders Graf Adalbero von Lurn an das Stift Suben und so an das Erzbistum Salzburg. Urk. 12/g Urk. 12/h Anm. 9/1
- 26. August 1126
- Das Maltatal („ut homines predicti Tridentini episcopi tam liberi quam servi in valle Malentina“) wird als zum Bischof Altmann von Trient, einem Sohn des Grafen Udalschalk von Lurn, zugehörig genannt. Urk. 12/k
- 1137
- Zelsach („predium Zelsach“) wird urkundlich genannt, als das Domkapitel von Salzburg Zelsach an das Kloster Millstatt um ein Gut im Pinzgau vertauscht. Urk. 12/m Anm. 12/4
- um 1138
- Lieseregg wird als Pfarre („parrochia dumtaxat Lisere“) urkundlich genannt, als das Kloster Millstatt dem Erzbischof Konrad I. von Salzburg einen Zehenthof in Maria Bichl („Buͦhelaran“) 1 gegen Zehente aller Klostergüter in der Pfarre Lieseregg und im Weiler Lengholz eintauscht. Urk. 12/n Anm. 9/1
- 1142
- Das Zisterzienserkloster Viktring wird durch Entsendung von Mönchen und anderern aus dem Kloster Weiler-Bettnach von Abt Heinrich und durch Schenkung von Viktring und Gütern von Graf Bernhard von Spanheim gegründet. Urk. 12/p
- 6. September 1142
- Bischof Altmann von Trient schenkt dem Erzbistum Salzburg nach seinem Tod (1149) die Hohenburg samt dem zugehörigen Besitz durch Heinrich von Katsch („Heinrici de Kaezze“). Urk. 12/r Anm. 9/1
- 1143–1147
- Nöring („Norich“) wird urkundlich genannt, als Walter von Malta dem Kloster Viktring zwei Huben dort schenkt. Urk. 12/s Anm. 12/5
- ca. 1148–1149
- Zlatting („loco qui dicitur Slat“ Anm. 12/7) und Pleßnitz (bei den Zeugen „Engelbertus et filius eius de Plezniz“) werden urkundlich genannt, als Dietrich von Katsch („de Chaes“) und seine Frau Herburch dem Kloster Berchtesgaden ein Gut in Zlatting schenken. Urk. 12/v
- 4. Jänner 1146
- Papst Eugen III. bestätigt der Propstei Suben den Besitz der Kirche in Malta sowie den Zehent derselben. Urk. 12/t
- 1150–1164
- Erzbischof Eberhard I. von Salzburg schenkt dem Kloster Millstatt eine Mühle „Chemese“ Anm. 12/6 an der Lieser („quod dicitur Chemese, iacentem in aqua Lisera.“). Urk. 12/w
- 5. Juli 1166
- Abt Otto von Millstatt wird als Erzpriester („abbatis in Milstat et archid(iaconi) Salzburgensis ecclesie“) genannt, als Millstatt eine Schenkung bei der Kapelle in Obergottesfeld erhält. Urk. 12/x
- 6. April 1177
- (Ober-)buch und seine Kapelle („curiam que Bunch dicitur, cum capella“) werden urkundlich genannt, als Papst Alexander III. dem Kloster Millstatt seine Besitzungen bestätigt. Urk. 12/y
- etwa 1184–1197
- Pfarrer Heinrich von Katsch („Henricus plebanus de Kaetse“) wird genannt, als das Kloster Millstatt bestätigt, dass dieser dem Kloster Geld zum Ankauf einer Hube gegeben hat. Urk. 12/z Mit Katsch könnte St. Peter im Katschtal gemeint sein. Anm. 12/8
- 1187
- Witmar von Sommeregg („Witemarus de Sumereke“) wird als Zeuge genannt, als die Grafen Diepold und Heinrich von Lechsgemünd dem Kloster Neustift drei Huben in Defereggen überlassen. Urk. 12/bc Diese Nennung gilt als erster Hinweis auf die Burg Sommeregg. Anm. 12/9
- 14. April 1188
- Die Kirche in Zelsach („ecclesia una, que Celsach vocatur“) wird urkundlich genannt, als der Abt von Millstatt und der Pfarrer Albert von Lieseregg sich über die Zugehörigkeit der Kirche zu Lieseregg vergleichen. Urk. 12/bd
- 1197
- Purbach („Purchpach“), Malta („Malentin“), die Gegend des Pöllatals („Polan iuxta castrum Chaͤtze superius“) und die Burg Rauchenkatsch Anm. 12/10 werden urkundlich genannt, als Erzbischof Albert von Salzburg dem Kloster Millstatt einen Wald bei Kleinkirchheim um Huben in genannten Orten vertauscht. Urk. 12/bf
- 1Pohl, Heinz-Dieter: Kärntner Ortsnamen, 2020, Online: commons.wikimedia.org, S. 56.