Sachsenburg, 3. August 1300
Graf Friedrich von Ortenburg beurkundet als Taidinger den Vergleich zwischen Eb. Konrad von Salzburg und Graf Albert von Görz wegen strittiger Güter und Leute.
[I.] Sie geloben, daz si an gevaerde ze wege unt ze straze uber alle ir gebiete fride und genade schaffen schullen unt allen gewalt unt unreht zwischen iren leuten understen.
[II.] Swelh tail ouz siner gewer sines gutes mit gewalt an reht entsezet ist, das sol ietweder inhaben an alle widerrede und fuer gezueg in die gewer gesetzet werden, als ez die gewer vorgehabt hat und schol daz zehant geschehen. Streit um die gewer soll durch die beiderseitigen Richter innerhalb 14 Tagen von dem Manetage, der nu schierist chumt, verrichtet werden mit minne oder mit rehte.
[III.] Die herren sollen gebieten unt endlich schaffen, daz zwischen ir leuten um dehainerlaye schaden dehain phantunge geschehen soll, um aigen und um lehen sol man daz reht vor den herren suechen und um ander chlaine guelte schullen die rihten, die sie darzue benennent.
[IV.] Um besunder unt grozzer sache zwischen den herren die schullen lieplich unt freuntlich gestan an gebresten unt ane schaden, untz daz die herren zuo einander chomen und den Streit mit einander minnechlich verrihten.
[V.] Siegler: Eb. Konrad, Graf Albrecht von Görz und der Graf von Ortenburg. Gegeben ze Sachsenburch n. Chr. G. 1300 des dritten tages ingentes Augstes.
Quelle: MHDC 7, S. 17, No. 41
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Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 5. August 2023)
Eindeutiger Bezeichner: 14/b
- Konrad von Fohnsdorf („erzbischolf Chunrat von Salzburch“) – Erzbischof von Salzburg
- Albert I. von Görz („graf Albrecht von Goͤrtz“) – Graf von Görz
- Friedrich I. von Ortenburg („grafe Friderich von Ortenburch“) – Graf von Ortenburg
- Ortenburg („Ortenburch“)
- Gorizia / Gorica / Görz („Goͤrtz“)
- Sachsenburg („Sachsenburch“)
- Salzburg („Salzburch“)