Gmünd, 19. April 1357
Ortolf von Leubenek, Richter zu Gmünd, quittiert seinem Herrn Eb. Ortolf von Salzburg die Vergütung seiner im Krieg gegen den Grfn. Heinrich von Görz erlittenen Schäden. Es gingen dabei verloren: ein Hengst auf der raise gen Luͤncz, ein gefangener Hengst dacz Velach, den er hin wieder gab in dem Krieg gegen Grf. Friedrich von Ortenburg und Auslagen für chost und zerung. Dafür empfing Ortolf von Leobenegg 32 mut hafer, 32 mut chorn und 400 käse. Sg: der Aussteller. Gegeben ze Gemuͤnde n. Chr. G. 1357 des nachsten Mitichen vor sand Georgen tag.
Quelle: MHDC 10, S. 158, No. 474
Ich Ortolf von Leub(e)nek zuͦ den zeiten Richt(er) dacz Gmuͤnd vnd mein Wiͤrtin Vrowͤ Ann vn(d) alle vnser erben Wir v(er)ieh(e)n offenleich mit disem brief vn(d) tuͦn chuͤnt all(e)n den · di in sehent od(er) hoͤrnt lesen · daz wiͤr von vnserm Genadigen h(er)ren Erczbischolf Ortolfen von Salczburch Legat des Stuͦls ze Roͤm · gar vn(d) gentzlich(e)n gewert vnd gericht sein · des dienstes den wiͤr im gedient hab(e)n in dem chriege zwischen vns(er)s genædigen h(er)ren von Salczburch vn(d) Graff hainreichs von Gorcz vn(d) ain hengest der vns starbe an ainer Raiss gen Luͤncz · vnd ain hengest den wiͤr den feyten namen dacz Velach · den wiͤr hin wider gaben vnd den chriege zwischen Graff Fridreichs von Ortenburch · fuͤr vns selben vn(d) vnser dien(er) vn(d) fuͤr alle vnser gesell(e)n di vns dar an geholfen sind gebessen vnd · di wiͤr dar zuͦ gebunne(n) hetten · wie die genan(n)t sind vn(d) fuͤr choͤst vn(d) czerunge di vns dar auff gangen ist vnd haben dar vmb Emphangen Rokken zwen vn(d) dreyczzichk muͦt · hab(er)n zwen vn(d) dreyczzichk muͦt · chæs viͤr huͤnd(er)t · do mit wiͤr vns peruͤffen des voͤ[r] geschriben dienstes chost vnd zerunge vn(d) schaden gar vn(d) genczlich gew(er)t vnd gericht vn(d) schull(e)n auch furbaz d(e)hain ansprach noch voͤdrung zuͦ vns(er)m genædigen h(er)ren Erczbischolf Ortolfen von Salczburch noch ze sein nachchomen noch hintz seine gotshaus nicht mer hab(e)n schull(e)n vnd ist vnser voͤr genant(er) h(er)r von Salczburch vn(d) sein nach chomen all(e)n dienern vn(d) gesell(e)n di wiͤr in dem chriege gebunen hab(e)n nichtes gepunden · wanne wiͤr di selb(e)n Richten sull(e)n · daz in vo(r) vns daz stæt vncz(er)proch(e)n beleibe zuͦ ainer vrchund d(er) warhait dar vber geb(e)n wiͤr in disen vns(er)n offen brief v(er)sigelten mit vns(er)m anhangenten Insigel d(er) brief ist geb(e)n dacz Gmuͤnd · do man zalt nach christes geburt Ergangen waren drewczehn hund(er)t Jar · vn(d) dar nach in dem syben vn(d) funfzichistem Jar des nachsten Mitich(e)n voͤr sand Goͤ(rge)n tag
Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition
Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 17. September 2023)
Eindeutiger Bezeichner: 14/dy
- Anna („Ann“) – Frau von Ortolf von Leobenegg
- Heinrich III. von Görz („Graff hainreichs von Gorcz“) – Graf von Görz
- Ortolf von Leobenegg („Ortolf von Leub(e)nek … Richt(er) dacz Gmuͤnd“) – Richter von Gmünd
- Friedrich II. von Ortenburg („Graff Fridreichs vo(n) Ortenburch“) – Graf von Ortenburg
- Ortolf von Weißeneck („Erczbischolf Ortolfen von Salczburch“) – Erzbischof von Salzburg
- Burg Leobenegg („Leub(e)nek“)
- Ortenburg („Ortenburch“)
- Gmünd in Kärnten („Gmuͤnd“)
- Gorizia / Gorica / Görz („Gorcz“)
- Lienz („Luͤncz“)
- Obervellach („Velach“)
- Rom („Roͤm“)
- Salzburg („Salczburch“)