Gmünd, 11. April 1357
Herman von Liebenwerch, ze den czeiten purgraf dacz Velsperge, quittiert seinem Herrn Eb. Ortolf von Salzburg den Empfang von 16 Mark Friesacher um den dienst und für chost und czerung in dem Krieg zwischen Eb. Ortolf und Grf. Friedrich von Ortenburg. Sg: der Aussteller. Zgn: ritter Ortolf von Leubenek, richter ze Gemuend, Jörger, amptman daselbs, Vlrich der Strazzer, Chunrad der Wiser, purger ze Gemuend, Nicla, der schreiber. Gegeben dacz Gemunde n. Chr. G. 1357 an dem nahsten Eritag nach Ostern.
Quelle: MHDC 10, S. 157, No. 472
Ich Herma(n)n von Liebenwerch zuͦ den czeyten Purgraf dacz Velsperge vnd mein Wiͤrtin vn(d) alle vnser erben v(er)iehen offenleich mit disem brief vn(d) tuͦn chuͤnt all(e)n den · di in sehent od(er) hoͤ(re)nt lesen · Daz wiͤr von vnserm Genedigen h(er)ren Erczbischolf Ortolfen von Salczburch legat des Stuͦls ze Rom gar vn(d) gentzlich(e)n gericht vnd gew(er)t sein · des dienstes den wiͤr im gedient haben in dem chriege czwischen vnsers voͤ[r] geschriben Genadigen h(er)ren von Salczburch vnd Graff Fridreichs vo(n) Ortenburch · fuͤr vns selb(e)n vn(d) fuͤr vnser dien(er) vnd fuͤr alle vnser gesellen di vns dar an geholfen sint gebessen vnd di wiͤr dar zuͦ gebune(n) hetten wie die gena(n)nt sind · vn(d) fuͤr chost vn(d) czerunge · di vns dar auf gangen ist · vn(d) haben dar vmb Enphangen von h(er)rn Peter vicztum ze Friesach sechtzehen march guͦt(er) Agley(er) phening · do mit wiͤr vns bereuͦffen des wiͤ geschrib(e)n dienstes chost czerunge vn(d) schaden gar vn(d) genczlich(e)n gew(er)t vn(d) gericht vn(d) schuͤllen auͦch furbaz d(e)hain ansprach noch voͤdrunge zuͦ vns(er)m Genvdigen h(er)ren Erczbischolf Ortolfen vo(n) Salczburch ze sein nachome(n) · All(e)n dienern vn(d) gesellen di wiͤr zuͦ dem chriege gebune(n) hab(e)n nichtez gepund(e)n wanne wiͤr die selb(e)n richten schuͤllen · daz in vo(r) vns daz also staͤt vn(d) vncz(er)brochen peleibe zuͦ eine(r) vrchund d(er) warhait dar vb(er) geb(e)n wiͤr in disen vns(er)n offen briͤf v(er)sigelten mit vns(er)m anhangenten Insigel · des ist geczeuge · d(er) Erber Ritt(er) h(er)r Ortolf vo(n) Leub(e)nek cze den czeite(n) Richt(er) daz Gmuͤnd · Joͤrge(n) d(er) Amptman(n) do selbe · Vlr(ich) d(er) Strazz(er) · Chuͤnrat d(er) Wiser purg(er) cze Gmuͤnd · Nicol(a) d(er) Schreib(er) vn(d) andr(er) Erber Leut genuͦge · der brief ist geb(e)n dacz Gmuͤnd · do vo(n) christes geburt Ergangen waren drevczehn hund(er)t Jar · dar nach in dem suben vn(d) funfzichistem Jar · an dem naͤchsten Eritag nach Oͤst(er)n
Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition
Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 17. September 2023)
Eindeutiger Bezeichner: 14/dx
- Peter Kröll von Reichenhall („Peter vicztum ze Friesach“) – Vizedom von Friesach
- Ortolf von Leobenegg („Ritt(er) … Ortolf vo(n) Leub(e)nek … Richt(er) daz Gmuͤnd“) – Richter von Gmünd
- Hermann von Liemberg („Herma(n)n von Liebenwerch“) – Richter von Feldsberg
- Nikolaus („Nicol(a) d(er) Schreib(er)“) – Schreiber von Gmünd
- Friedrich II. von Ortenburg („Graff Fridreichs vo(n) Ortenburch“) – Graf von Ortenburg
- Ulrich Strasser („Vlr(ich) d(er) Strazz(er)“) – Zeuge
- Georg Tüscher („Joͤrge(n)“) – Amtmann von Gmünd
- Ortolf von Weißeneck („Erczbischolf Ortolfen von Salczburch“) – Erzbischof von Salzburg
- Konrad Wieser („Chuͤnrat d(er) Wiser“) – Zeuge, Bürger von Gmünd
- Burg Feldsberg („Velsperge“)
- Burg Leobenegg („Leub(e)nek“)
- Burg Alt Liemberg („Liebenwerch“)
- Ortenburg („Ortenburch“)
- Aquileia („Agley(er)“)
- Friesach
- Gmünd in Kärnten („Gmuͤnd“)
- Rom
- Salzburg („Salczburch“)