Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

Lienz, 30. Juni 1292

Offemey graevinne von Gortz verzichtet für sich und ihre Erben graf Albrecht, unser sun, und frowe Clara, unser tochter, und an aller der erben auf alle ansprach des houses und der herschaft ze Playn (Plain bei Großgmain, Salzburg) gegenüber dem EB. Konrad von Salzburg. Daz diseu teidinch und diseu verrichtigunge stet und unverschert beleibe, des geben wir und unser frowe und muͦter, frowe Offemey, diu edel grevinne von Hardekke, unser beider insigel an disen brief ze einem waren urchunde. Dieseu teidinch und dise setze sind geschehen datz Liserhouen und dirre brief ist gegeben ze Lventz, nach Christes gebuerte tousent iar zwai hundert iar und in dem zwai und neunzigsten iar, des nechsten tages nach sant Peters und sant Paules tage.

Quelle: MHDC 6, S. 145, No. 222

Wir Offemey Grævinne von Gorcz tvͦn chunt an disen brief, allen den di nu lebent vn(d) noch chunftich sint, daz wir an v(n)ser stat, vnd aller vnser erben stat, die wir nv haben, daz ist Graf Albrecht vnser svn, vnd frowe Clara vnser tochter, vnd an aller der erben stat, di wir noch gewinnen mugen, haben stæt gehabt, vnd wellen stæt haben, alle die sætze, teidinch, v(er)richtunge, vnd gelibde, die zwischen v(n)serm H(er)ren Erczbischolf Chunrat von Salzburch, vnd vnserm lieben wirt Graf Albrechten von Gorcz, gesetzet, geteidinget, verrichtet, vnd gelobt sint, in allen weis als die brief stent, die dar vber beidenthalben gegeben sint, vnd geschriben. Vnd besunderlichen haben wir mit sampt vns(e)re frowen, vnd mvͦter, der werden Grævinne frowen Offemeyen von Hardecke, vnd auch mit vnsern vorgenanten Erben, stæt, vnd veste, alle die sætze, teidinch, vnd gelubde, di [Loch] ansp(ra)ch des Hauses, vnd der Herschaft ze Playn, gesetzet, geteidinget, vnd gelobt sint, [Loch] vns mit sampt vnser frowen, vn(d) mvͦter, vnd mit vns(er)n Erben, verzeihen [Loch] brief, aller der ansprach di wir haben, oder gehabt haben, oder wanten zehaben vͦf die [Loch] purch, vnd ouf die Herschaft ze Plaien, vnd ouf allez daz, daz dar zvͦ gehoret, ez sei an leuten oder an guͦt, gesuͦcht vnd vngesuͦcht, v(er)lehent, vnd vnuerlehent, weldt, wazzer, h(err)schaft, gerichte, od(er) swie ez sei genant, des v(er)zeihe wir vns genzelichen mit disem brief, also daz ez dem Gotcshous von Salzburch sol immer mer furbaz ledich beleiben, an alle ansprach vnd an allen chriech vnd wer daz daz Gotcshous furbaz ieman dar vmbe anspræche, so sol vnser wirt Graf Albrecht wand wir im daz selbe guͦt vor dem Chunige Rudolfe von Rome vͦf haben gegeben vnd vns(ere) vorgenanten Erben des Goteshouses gewer sin vf allez recht, gegen den von Schaumberch vnd dem Graven von Phannenberch vnd gegen aller mænnichlichen. Vnd daz diser teidinch vnd disen v(er)richtigun gestet vnd vnu(er)schert beleibe, des geben wir, vnd vnser frowe, vnd muͦt(er), frowe Offemey din edel Grevinne von Hardekke, vnser beider Insigel an disen brief, ze einem waren vrchunde. Diser teidinch, vnd dise setze sint geschehen dacz Liserhouen, vnd dirre brief ist gegeben ze Lvencz nach Christes gebuͤrte Tousent iar zwai hundert iar vnd in dem zwai vnd neunzigisten iar des nechsten tages nach sant peters vn sant paules tage.

Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition

Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 25. August 2024)

Eindeutiger Bezeichner: 13/go

Siegler Erwähnt

Ausstellungsort Burgen und Schlösser Siedlungen