Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

Gmünd, 15. Jänner 1357

Voͤlkchel von Saxenburch und seine Hausfrau Agnes beurkunden, ihrem Herrn dem Eb. Ortolf von Salzburg ain sag, gelegen pei Saxenburch an der Feustricz, und ainen anger ze naechst, die ihr purchrecht gwesen sind, um 9 Mark Agleier verkauft zu haben. Sg: der Aussteller und auf dessen Bitte auch Ortolf von Leubenekk, richter ze Gemuͤnd. Gegeben ze Gemund n. Chr. G. 1357 an Suntag vor Agnesentag.

Quelle: MHDC 10, S. 155, No. 462

Ich voͤlkchel von Saxenburch vnd mein hausfrowͤ Agnes vnd vns(er) paid(er) Erb(e)n wir v(er)ieh(e)n offenl(eich) an disen brief vnd tuͦn chunt allen den die in sehent od(er) horent lesen das wir v(er)chauft hab(e)n recht vnd redlich vnd vnu(er)sprochenl(eich) vns(er)m Genædige(n) h(er)ren Ertzb(ischof) Ortolf(e)n ze Salzburch Legat des Stuͦls ze Rom vnd seinen nachome(n) vnd irem Gotsh(aus) ain Sag geleg(e)n pei Saxenburch an der Feustritz vnd aine(n) Ang(er) ze naͤchst dar an daz vns(er) purchrecht gewesen ist mit allen den rechten nuͤtzzen vnd gesuͦchhen die dar zuͦ gehorent vnd als wirs inne gehabt hab(e)n vmb newͤn markch guͦt(er) Agloy(er) d(ie) wir gar vnd gantzl(eich) gericht vnd gewert sein von her(rn) Pet(er)n ze den selb(e)n zeitt(en) vitzum ze Fries(ach) vnd lob(e)n in die vor geschrib(e)n Sag vnd Ang(er) ze schermen vnd ze v(er)treten mit den recht(e)n vor all(er) ansprach nach landes recht vnd nach purchrechtes recht Tatͤ wir des nicht swelh(e)n schaden des vnser Genædig(er) h(er)r Ertz(bischof) Ortolf ze Salzb(urch) Legat des Stuͦls ze Rom od(er) sein nachchome(n) od(er) ir Gotsh(aus) naͤmen wie d(er) schade gehaizzen wer den lob(e)n wir in pei vns(er)n trewͤn gar vnd gaͤntzl(eich) ab ze leg(e)n an alles recht iren worte(n) ze gelaub(e)n an ayde vnd an alle and(er) bewaͤru(n)g vnd sullen sev daz hab(e)n auf vns vnd auf vns(er)n trewͤn vnd auf aller dev vnd wir hab(e)n od(er) noch gewinne(n) vor all(e)n and(er)n leuten vn(d) gelt(e)n das mi daz also staͤt vnd vnzerbroch(e)n beleib ze ainen vrch(und) d(er) warh(ait) dar vb(er) geb wir in disen offen brief v(er)sigelte(n) mit mein vorgeschrib(e)n voͤlkchleins anhangunde(n) Insigel vn(d) mit H(err)n Ortolfs von Leubenekk zuͦ d(er) selb(e)n zeit Richt(er) ze Gemuͤnd anhangunde(n) Insigel d(er) daz durch vns(er) vleizzigen pet willen an disen brief gehangen hat in an schaden dar vnd(er) ich voͤlkchel mein hausfrowͤ Angnes vnd alle vns(er) Erb(e)n vns v(er)pinden mit vns(er)n twͤn staͤt ze hab(e)n alles das ob(e)n geschriben ist der brief ist geb(e)n ze Gemund du nach christes gebuͤrdt ergangen waren druͦitzeh(e)n hund(er)t iar dar nach in dem syb(e)n vnd finnftzigisten iar am suntag vor Agnesentag

Quelle: aus Digitalisat von Salzburger Kammerbücher, S. 307f., No. 407

Eindeutiger Bezeichner: 14/dw

Siegler Erwähnt

Ausstellungsort Burgen und Schlösser Siedlungen