Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

Gmünd, 9. Februar 1340

Wilhalm, Albrechts aidem von Maltein, seine Hausfrau Ofmey und deren Erben tun kund, daß sie ihr aigen gelegen ob der roten Awͤ hinder dem Aichholcz und auch das selb Aichholcz unter dem Gut und das zugehörige Gereut dem erbern mann hern Ortolfen von Leubenekk, Richter zu Gemuͤnd, und dessen Wirtin vrowen Ann um 51 Mark Agleier verkauft haben. Sg: wegen Siegelkarenz Liebhart, richter ze Chaͤcz, und Jans der Vlekch. Gegeben ze Gemuend an dem 8. tag nach der Liechtmess n. Chr. G. 1340.

Quelle: MHDC 10, S. 51, No. 117

Ich Wilhalm Albrechts aidem von Maltein vnd mein Hausfrowͤ Ofmey vnd vns(er) paid(er) Erb(e)n wir v(er)iehen offenl(eich) an disen brief vnd tuͤn chunt allen den die in seh(e)nt horent od(er) lesent das wir mit guͤtem willen vnd mit wolv(er)dachte(m) muͤt recht vnd redleich vnd vnu(er)sprochnlich am guͤt das vns(er) aigen gewesen ist · vnd ist gelegen ob d(er) Roten Awͤ · hind(er) dem Aichholtz vnd auch das selb Aichholtz das vnd(er) dem selb(e)n guͤt gelegen ist · mit sampt dem Geraͤwt · das in dem selb(e)n vorst gelegen ist · vnd swas wir da selb(e)n gehabt hab(e)n · besuͤcht vnd vnbesuͤcht · gepaͤwn vnd vngepaͤwn · mit allen den rechten · nutzzen vnd gesuͤchen di dar zuͤ gehoͤrent · swie die genant sein · v(er)chauft hab(e)n · dem Erb(er)n Mann H(err)n Ortulfen von Leubenekk · Richt(er) ze Gemuͤnd · vnd sein(er) wirtinn vrown Ann vnd ir Erb(e)n vmb ain vnd fuͤmftzich march Aglay(er) pfenn(ing) · die wir berait von in enpfange(n) hab(e)n · vnd d(em) wir gar vnd gaͤnzlich geui(er) sein vnd lob(e)n in das selb guͤt mit sampt dem vorst auf ze geb(e)n vn(d) ze mach(e)n mit all(er) vns(e)r Erb(e)n hant die recht dar zuͤ habe(n) scholden · swenn sev daz an vns vordernt · dar nach ze hant in ainem monad · auch lob(e)n wir in das selb guͤt mit sampt dem Aichholtz vnd swaz dar zuͤ gehoͤrt ze schermen vnd ze v(er)trete(n) mit dem rechten · fuͤr alle ansprach · nach aigens recht vnd nach landes recht Taͤt wir des selb(e)n nicht · swell(e)n schaden sev des naͤmen den ir aines bei seinen trewn gesagen moͤcht · an ayde · vnd an alle and(ere) bewaͤrung den sullen wir in ablegen · gar vnd gantzl(ich) · vnd sull(e)n sev das hab(e)n auf vns vnu(er)schaidenl(ich) vnd auf alle dev vnd wir hab(e)n · daz in daz staͤte vn(d) vnzerbrochen beleib · ze ainen vrch(und) d(er) warhait so geb(e)n wir in disen vns(er)n offen brief v(er)sigelten mit d(er) E(r)b(er)n zway(en) mann anhungu(n)de(m) Insigel Liebhartz Richt(er) ze Chaͤtz vn(d) Jansen des Vlekchs · die daz durch vns(e)r pet willen an disen brief gelegt hab(e)nt in paiden an schaden · wan wir aignen Insigel nicht enheten · d(er) brief ist geb(e)n ze Gemuͤnd · an dem achtendem tag · nach d(er) Liechtmess · vnd davon Christi gepuͤrd ergangen waren druͦitzeh(e)nhund(er)t iar · dar nach an dem viertzigistem Jar.

Quelle: aus Digitalisat von Salzburger Kammerbücher, S. 305, No. 403

Eindeutiger Bezeichner: 14/dc

Siegler Erwähnt

Ausstellungsort Burgen und Schlösser Gebäude
  • Eichholzer („ob d(er) Roten Awͤ · hind(er) dem Aichholtz“)
Siedlungen