Gmünd, 12. Jänner 1276
Konrad v. Schrankbaum (Schranchpovm) verspricht, für die Eb Friedrich und seiner Kirche zugefügten Schäden - er hat u. a. vor der Stadt Friesach feindseligerweise einen Bürger ums Leben gebracht und andere verwundet - bis April 24 Ersatz zu leisten. Wenn er wegen der nicht aus eigenem Antrieb verübten Schäden einen Brief des Böhmenkönigs oder des Grafen Heinrich von Pfannberg (Phannenberch) erlangen wird, daß es auf ihren Befehl geschehen sei und sie die Schäden auf sich nehmen, ist er zum Ersatz nicht verhalten; erhält er aber weder vom König noch vom Grafen, der zur Zeit der Schadensverübung Hauptmann (capitaneus) von Kärnten war, einen Brief, so muß er bis April 24 an den Salzburger Hof oder in Friesach bis zur Gutmachung Einlager halten. Bricht er die Vereinbarung, so gelte er als meineidig und ehrlos, und dem Eb bleibt gleichwohl die Klage gegen ihn und seine Güter.
Quelle: Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Salzburg, Domkapitel (831-1802) AUR 1276 I 12
Volltext siehe MHDC 5, S. 132, No. 198
Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 16. April 2023)
Eindeutiger Bezeichner: 13/cs
- Heinrich von Pfannberg
- Ottokar II. Přemysl („regis Bohemie“) – König von Böhmen
- Konrad von Schrankbaum („Chunradus de Schranchpovm“) –
- Friedrich von Walchen („domino … Salzburgensi archiepiscopo“) – Erzbischof von Salzburg
- Burg Pfannberg („Phannenberch“)
- Friesach („Frisacense“)
- Gmünd in Kärnten („Gemunde“)
- Salzburg („Salzburgensi“)