Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

20. Dezember 1463

Andree von Weyspriach, erbhofmaister zu Tyrol, reversiert für sich, seine Hausfrau und Erben Eb. Burckhart von Salzburg über die Verleihung der vesten und pfleg ze Gmund mit sambt der stat und den lanndtgericht daselbst, der gewondlichen burckhuet und zuegehörung und die dortige Behausung. Sg: der Aussteller und Jörg Prugkendorffer. Geben n. Chr. G. 1463 an sand Thomas abent.

Quelle: MHDC 11, S. 151, No. 375

Ich Andree von Weispriach Erbhoffmaister zu Tyrol Bekenn offenlich an dem brief fur mich mein hausfrawn vnd all mein erben und thuͦn kund allen den er fuͤr chumbt das mir der hochwirdig fuͤrst vnd herr Her(r) Burckchard der heiligen Roͤmischen Kirchen Cardinal Erczbischoue zu Salczburg Legat des Stuͦhls zu rome Von weg(e)n meiner dinst So ich sein genad(e)n vnd gotzhaus zu menig(en) maln gethan habe vnd hinfuͤr treuͤlich thuͦn sol vnd wil Seiner genad(e)n vnd gotzhaus vest(e)n vnd pfleg zu gmuͤnd mit sambt dem Stat vnd Landgericht daselbs vnd all and(erer) geboͤndlich purckhuͦt vnd zugehoͤru(n)g gelassen vnd daselbs hin behauset hat Also gelob ich obgemellt(er) Andree dem hochwirdigisten fuͤrst(e)n dem obgemellt(e)n meine(m) genaͤdig(e)n Herr(e)n zu Salczburg ec. wissenlich in krafft des brieues Alß das ich die bemellt vest(e)n pfleg Stat vnd Landgericht Treuͤlich Innhald(e)n vnd v(er)besen sol vnd wil vnd sein(er) genad(e)n gotzhaus schaden wennd(e)n vnd frum(m)en fuͤdern Ich sol vnd wil auch dem hochwirdig(e)n Fuͤrst(e)n meine(m) genaͤdig(e)n her(re)n von Salczburg vnd sein genad(e)n Nachkum(m)e(n) mit der selb(e)n vesten pfleg Stat vnd Landgericht gehorsam vnd gebarttig sein wider maͤniklich nyma(n)t ausgenum(m)e(n) als and(ere) sein genad(e)n pfleg(er) thuͦn vnd des zu thuͦn phlichtig sein Vnd als ich des ainen aufgerechcht(e)n ayde zu got vnd den heilig(e)n gesbor(e)n habe Auch also das ich aine(n) yeden sein genad(e)n nachkum(m)e Erczbischouen zw Salczburg der mit recht(er) wal des capit(e)ls daselbs erwellt wieder In gleich(er) weys ain solch(e)n ayd zu thuͦn schuldig sey vnd thuͦe vngen(aͤr)li(ch) fuͤgt sich dan(n) das der vorbenannt(e) mein genaͤdig(er) her(r) von salczburg oder sein nachkum(m)en Erczbischouen zu Salczburg volkch in dy selb vest(e)n zu gmuͤnd leg(e)n wolden zu sein(em) od(er) sein(er) genad(e)n gotzhaus notturfft das mag sein genad tuͦn doch auf sein(er) genad(e)n Kostu(n)g an mein(er) meiner hausfrawen vnd erb(e)n auch maͤniklichs von vnsern weg(e)n Irru(n)g vnd widersprech(en) vnd sol auch dy bemellt vest des hochwirdig(e)n fursten des obgenan(n)t(e)n meines genaͤdig(e)n herr(e)n von salczburg vnd sein(er) genad(e)n nachkum(m)e(n) vnd gotzhaus offnes hauß sein vngen(aͤr)l(ich) Ich soll mir auch auf des benan(n)t(e)n meines genaͤdig(e)n h(e)r(re)n guͦeter vnd vrbaͤr kainerlay gerechtickait mach(e)n noch zu ziehen sund(er) ich sol sein(er) genad(en) burg zu gmuͤnd vnd and(erer) sein(er) genad(e)n gerichtz vnd vrbarleuͦt daselbs pey recht(e)n vnd guͦt(e)n gebonhaitt(e)n halden vnd mit kain(er)lay neuu(n)g besbaͤrn vngen(aͤr)lich Ich sol auch von der obgemellt(e)n vest(e)n zu gmuͤnd noch an des obgemellt(e)n meins genaͤdig(e)n h(e)r(ren) von salczburg vnd sein(er) genad(e)n nachkum(m)e(n) Erczbischouen zu salczburg Sunder wissen vnd geschaͤft kainerlay chrieg tuͦn noch anfahen noch andr(e)n ze thuͦn gestatt(e)n daraus meine(s) vorbenan(n)te(n) genaͤdig(e)n h(e)r(re)n von salczburg ec. vnd gotzhaus noott od(er) schaͤd(e)n ersten moͤchten auch vngen(aͤr)lich vnd ob ich in dez benan(n)t(e)n meins genaͤdig(e)n h(e)r(re)n von salczburg vnd sein genad(e)n nachkum(m)en vnd gotzhaus zu salczburg dienst den ich od(er) dy mein in dem bemelt(e)n gsloß mit aine besezz an zerung vnd noͤttu(n)g redlich(e)n schad(e)n naͤme das sich wissenlich des zu recht genuͦg [Falte im Pergament] das sol ich pey des obgenan(n)t(e)n meins genaͤdig(e)n h(e)r(re)n von salczburg [unleserl.] raͤten gaͤnczlich beleib(e)n alß sy mire rechtlich darub(e)r erkennen daran sol ich mich mein hausfrau vnd erb(e)n benuͤg(e)n lassen vnd da wid(er) nicht red(e)n noch hannd(e)ln mit recht wed(er) geistlich noch welltlich noch an recht in kain weys vngenaͤr(lich) Es sol auch mein vorbenan(n)t(er) genaͤdig(er) her(r) vnd sein genad(e)n nachkom(m)en erczbischouen zu salczburg aine mein hausfrawn vnd erb(e)n chanilay andr(e)n schad(e)n noch sold von Innhaldung der obgemellt(e)n pfleg vnd gericht weg(e)n nicht schuldig noch phlichtig zu bezall(e)n anders dan(n) dy vorgenan(n)t(e)n gbondlich zuͦstaͤnd vnd purckhuͦt daran ich mich mein hausfrau vnd erb(e)n benuͤg(e)n sol lassen vngen(aͤr)lich Auch wan(n) ich obgemellt(er) anndree dy bemelt vest(e)n vnd pfleg zuͦ gmuͤ(n)d nicht besitz(e)n mag oder wil so sol ich ainen frum(m)en lanndtma(nn) das an mein(er) stat als ob(e)n gemelt ist Inn zu hab(e)n vnd ain mein(er) stat zu v(er)besen beuell(e)n vnd gelub von im nem(m)en das er nach meine(m) tod vnd abgang dem oftgemelt(e)n meine(m) genaͤdig(e)n h(e)r(re)n von salczburg seinen nachkum(m)e(n) vnd gotzhaus zu salczburg darmit gebaͤrttig vnd gehorsam sein sol an mein hausfrau(en) vnd erb(e)n auch maniklichs von vnsern weg(e)n Irru(n)g vnd wid(er)sprechen auch treuͦlich vnd vngenärlich ab(er) auch besthaͤch das ich obgemelt(er) andree von weispriach der obgemellt(e)n artik(e)l ainen od(er) menigern vberfuͤer vnd nicht hielde das sich genaͤrlich vnd wissenlich des zu recht genuͦg waͤr erfunde zu gleich(er) weys auch wan(n) ich mit tod vergang(e)n pin als oben gemelt ist So mag sich der obgemelt mein genaͤdigist(er) Her(r) von Salczburg vnd sein nachko(m)men der obgemellt(e)n vest(e)n pfleg vnd gericht mit ier(er) zugehoͤru(n)g wid(er)umb vnderwind(e)n vnd damit hannd(e)ln vnd tuͦn nach sein vnd sein(er) genad(e)n gotzhaus notturft als mit andr(e)n sein(er) genad(e)n freyen pfleg(e)n an mein(er) hausfrau(en) vnd Erb(e)n auch all(er)maͤniklich vo(n) iren weg(e)n Irru(n)g vnd Hind(er)nuͦß Es sol vnd mag auch ich mein hausfrau vnd erb(e)n noch nyma(n)t von vnsern weg(e)n wen(n) es sich zu sol(i)chen gibt als oben gemelt ist das sich mein vorgenant(er) genaͤdig(er) Her(r) vnd sein nachko(m)men erczbischouen zu Salczburg der der vorgemelt(e)n vest(e)n pfleg vnd gericht auf solch vberuarn vnd nach meine(m) tod wid(er)umb vnd(er)wund(e)n hab(e)n von soliches vnd(er)wind(e)n weg(e)n so sol der obgenant mein genaͤdig(er) Her(r) vnd sein nachkume(n) kain(er)lay zuspruch noch vo(r)deru(n)g hab(e)n noch gebynne(n) wed(er) mit recht geistlich noch weltlich noch an recht in kain weys alles treulich vnd vngen(aͤr)lich Ob ich mein hausfrau vnd erb(e)n od(er) y(e)ma(n)ds vo(n) meine(n) weg(e)n dawid(er)taͤten das der oft gena(nn)t(e) mein genaͤdig(er) Her(r) od(er) sein genad(e)n nachkume(n) vnd gotzhaus zu Salczburg zu schad(e)n kaͤmen desselb(e)n schad(e)n mag sein genad bekume(n) zu mir meiner Hausfrau(en) vnd all(e)n vnsern erb(e)n auf all(er) vnser hab vnd guͦt vntz auf sein(er) genad(e)n voͤlligs bemuͤg(e)n alles vngen(aͤr)lich Zw vrkund hab ich fur mich mein hausfrau(en) vnd all vnser erb(e)n mein Insig(e)l an dem brief gehang(e)n vnd pesser sicherhait hab ich den Edl(e)n vest(e)n Jorg(e)n prugkdorffer mit fleys gepet(e)n daz der sein Insig(e)l auch an den brief gehang(e)n hat Im vnd seine(n) erb(e)n an schad(e)n Darund(er) ich mich v(er)pint alles das zu v(er)fuͤren das in dem brief begriffen vnd der geb(e)n ist Nach kristi gepurd an sand thomans ab(e)nt vnd darnach vierzehenhundert iar vnd in dem drewundsechzigistem Jare.

Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition

Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 5. Mai 2024)

Eindeutiger Bezeichner: 15/bp

Siegler Erwähnt

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