22. Juni 1352
Wulfing von Chrawaten beurkundet mit Einverständnis seines Vettern Jenselein und dessen Brüdern ein Lehen dacz Chrawaten in dem dorffe mit Haus, Hofstatt, Garten und allem Zubehör im Chrawater velde, ferners mit 6 madern gras under Trasischge und einem mader auf der Saliezzen vor dem Preyse dem Gotteshaus dacz Lyserhoven zu dem liecht um achthalbe march Agleier Pfennige verkauft zu haben. Sg: auf Bitte des Ausstellers Graf Otte von Ortenburg und Lyebwart von Chetsche. Gegeben n. Chr. G. 1352 an sand Achazen tag.
Quelle: MHDC 10, S. 131, No. 372
Ich Wuͤlfing von Chrawaten v(er)gihe offenlich mit disem prief vnd tuͦn chunt allen den die disen prief sehent hoͤrent oder lesent · Daz ich mit wolbedachtem muͦt vnd mit gunst vnd guͦtem willen meines vetter Jenseleins vnd sein(er) pruͤder vnd aller meiner erben recht vnd redeleich vnd vnu(er)sprochenleich v(er)chauft han vnd auf geben han Ein lehen daz gelegen ist datz Chrawaten in dem dorfe da ich selbe auf gesezzen waz mit haus vnd hofstat vnd mit eine(m) garten und siben echer die gelegen sint in Chrawater velde vnd siben mader gras sechs mader ligent vnder Trasischge vnd ain mader auf der Saliezzen vor dem Preyse mit alle den rechten vnd zuͦ dem selben lehen gehoͤret swie daz genant sey besuͦcht vnd vnbesuͦcht gepauwen vnd vngepauwen stock vnd stain wazzer vismât vnd vain Dem gotzhause des guͦten sant Michels datz Lyserhouen zvͦ dem liecht fuͤr rechtes aygen vmb achthalbe march agler phenninge der ich gar vnd gentzleich von dem selben gotzhause gewert pin vnd lob auch ich sei vorgenante Wuͤlfing vnd mein erben dem egenannten gotzhause dez guͦten sant Michels daz egeschriben lehen haus vnd hofstat garten ecker vnd wismat ze schermen vnd ze vertretten mit dem rechten fuͤr alle ansprach nach aygen vnd nach landes recht tete ich oder mein erben dez nicht welen schaden daz vorgenante gotzhaus dez guͦten sant Michels oder sein liechtmaist(er) dez neme den der liechtmaister pey seinen triwen gesagen moͤchte an ayde vnd an ander bewerunge den schoͤlten wir im ab legen gar vnd gantzlich vnd sol daz vorgenante gotzhaus dez guͦten sant Michels vnd sein liechtmaist(er) den selben schaden haben auf mir vnd meinen erben vnd auf alle dev vnd wir haben · Das dem oftgenanten gotzhaus dez guͦten sant Michels die vorgeschriben sache also stet vnd vnu(er)prochen peleybe dar vͤber gib ich dem vorgenanten gotzhause disen offenen prief mit meines gnedigen herren Graf Otten von Ortenburch anhangenden Insigel versigelt der sein Insigel durch meiner pet willen an disen prief gehangen hat ze ainer gezeugnuͤsse der warheit vnd mit Lyebwartes von Chetsche anhangendem Insigel v(er)sigelt der auch sein Insigel durch mein(er) pet willen an disen prief gehangen hat im an schaden wand ich selbe aygens Insigels nicht enhan · Der prief ist geben do von Christes gepurt ergangen waren Tausent iar vnd drev hundert iar dar nach in dem zway vnd fuͤnftzigistem iare an sant Achatzen tag.
Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition
Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 16. September 2023)
Eindeutiger Bezeichner: 14/dr
- Jan („Jenselein“) – Vetter von Wulfing von Kraut
- Liebward von Katsch („Lyebwartes von Chetsche“) – Siegler
- Wulfing von Kraut („Wuͤlfing von Chrawaten“) – Verkäufer
- Otto VI. von Ortenburg („Graf Otten von Ortenburch“) – Graf von Ortenburg
- Ortenburg („Ortenburch“)
- † Sankt Michael bei Lieserhofen („sant Michels datz Lyserhouen“)
- Aquileia („Agler“)
- Kraut („Chrawaten“)
- Lieserhofen („Lyserhouen“)
- Trasischk („Trasischge“)