Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

26. Februar 1420

Zwölf genannte Bürger von Gmünd vereinbaren die Sühne wegen des Totschlags, den Wölfel Weber von Puech an Hans Sibenweiber verübt hat. Sg: Ulz [Ulrich] der Wucherlein Bürger zu Gmünd, Peter der Chäwczel

Quelle: Kärntner Landesarchiv, Allgemeine Urkundenreihe AT-KLA 418-B-A 724 St, Korrektur aus Digitalisat der Online-Edition, siehe auch MHDC 11, S. 8, No. 27

Ich Pilgreim bey dem nid(ere)n tor Ich Jacob Symon Ich Hanns von Zankwa(r)n Ich Hanns Fron(er) Ich Jacob am Chnye vnd Ich Hanns Wuͦcherl Ich Vlrich Wuͦcherl Ich Wolfram Poͤlcel Ich Niklas Messer(er) Ich Jorg Wilhaͤlm Ich Christoff Olm Ich Hannes Mawtt(er) all tzwelff purg(er) zu Gmuͤnd bekennen offenl(eich) mit dem brieff allen den er furchumbt als Kathrey Hansen des Sibenweib(er) dem Got gnad saligen wittib Torothea ir Tocht(er) vn(d) Pet(er) ir Bruod(er) vnd alle Helff(er) vnd Guͤner vnd alle Frewnt an ainem tail vnd wolffel web(er) von Puech all sein Frewnt Helff(er) vnd Guͤner an dem and(er)n tail gaͤnczlich hind(er) vns gangen sein vmb den Todslag den d(er) vorgena(nn)t woͤlff(e)l web(er) an dem egenant(e)n Hansen dem Sibenweib(er) dem Got gnad Laid getan vnd begangen hat mit solicher beschaiden waz wir vorgenant all czwelff v(er)aintlich dar vmb sprechen vnd erfinden daz Si in paiden tail(e)n gaͤnczl(ich) dabey beleib(e)n vnd stat halden wellen an all anzczuͦeg nuͦr gesproch(e)n vnd erfund(en) daz d(er) benant(e) woͤlffl web(er) fur die egenan(nte) wittiben vnd in tocht(er) vnd iren Bruod(er) Pet(er)n wider thuyen vn(d) pitten schol durch gocz will(e)n daz Si im Lawtt(e) v(er)geb(e)n vnd woimer daz im getan hat es schol im die obgenant(e) wittib ir tocht(er) vnd Bruod(er) gaͤnczl(ich) v(er)geben durch gocz willen d(es)h(alb) hab(e)n wir gesprochen vnd erfunden daz d(er) gena(nnte) woͤlffel web(er) d(er) vorgena(nnten) wittiben ir tocht(er) vn(d) irem Bruod(er) salb acht(er) v(er)sprechen sol anz zu v(er)dienne(n) an Bruod(er) Stat vmb Erb(er) Sach vnd vm Schuld wid(er) saw mindren czu tuͦn des gleichen schullen Si wid(er) in auch mindren getimangen [?] mer hab(e)n wir gesprochen vnd erfunden wann des benant(e)n Hansen Sibenweib(er) selige J…zeit … [Löcher] daz man in czu d(er) erden bestat hat so schol im der benant woͤlffel web(er) ainen Jartag begen mit Siben Priest(er)n mit ainem gesungen Ambt von vns(ere)r Frawn Schieduͦng vnd im gesungene Selambt fuenff gesprochen mess vnd ain gesungen Vigiln vns(e)r Frawe zu Lob vnd der Sel vnd all christ(e)n gelewbigen solen zu hilff vnd zu trost vnd schol auch bey den Ambt(e)n messen vn(d) vigil(e)n Salbsibet sten vn(d) gen oppff(er)n gen jed(er) man mit czwayn wien(er) pfennig(e)n vnd schol jed(er)man ain Kerczen tragen von ainem vierding wax es ab(er) ist gesprochen daz d(er) woͤlffel inn Rom sait mit sein selber Leib gen schol od(er) wo er den heiligen vatt(er) dem Babst vindet vnd schol auch mit willen vnd wizzen seines pfon gen vn(d) anzgesegent vo(r)den vnd wann er die Romfahrt volpracht hat darnach Inn frist eines Jares schol er ab(er) mit ein selbe Leib gein Ach gen zu vns(e)r Liebe Frewn darnach schol er gein czell gen vnd ein vat zu dem Liebe(n) Her(r)n Sand Wolffgang auch schol er czu zuͦyd vnt von d(er) benant(e)n wittib(e)n in tocht(er) vn(d) nem benant(e)n Bruod(er) vrlawb neme(n) ob er sew m(uͤ)gen beraichen mag vnd schol auch von yed(er) stat Kuntschafft pringen daz er da gewesen sey vnd die Fart schullen all volpracht w(or)den von dem nachsten Sand margret(e)n tag d(er) nu schirist chumbt ine dczwain jaren nachainand vnd wann er daz alles volfuert hat daz gesprochen vnd erfunden ist vnd d(er) brief inne hat so schol d(er) offtgena(nn)t Woͤlffel ab(er) vrlawb neme(n) von d(er) benannte(n) wittibe in tochter vnd vom Brued(er) vnd schol laisten gen Gmuͤnd in den Turm vnd darauz nicht kom(me)n in iren will(e)n wolten sy ab(er) tzu bei dar inne sein so stuͤnd ez h(ier) wid(er) an den Sprech(er)n waz man d(er) dann m(uͤ)gen gehaben moͤcht vnd welch(er) tail daz vber daz gesprochen vnd erfunden ist d(er) vo(r) dem hochwirdigen Fuͤrsten uns(er)m Gnaͤdigen H(e)rrn von Salczburg v(er)fallen in sein Cham(er) wien(er) pfennig fuenff czehen pfunt dem Richt(er) zu Gmuͤnd fuͤmff pfunt vnd jedem sprech(er) ein pfunt. Auch v(er)ehen wir noch geschrib(en)e michel web(er) woͤlffleins Bruod(er) Chuncz Schust(er) von Goriach sein Swͤh(er) Hainrich Leutgaͤb von maltein Symon Snaid(er) von Trebezzing Steffann mesn(er) da selbs Bartl v(om) Duelnig [unsicher, da Loch] Hanns Bartesch vo(n) altenmarchkt Christan Pintt(er) Ekhart von Goͤriach Christan web(er) zu Hilprechtstorff Thomas sein Bruod(er) Mathehas Steffann am Mitterperg Ruͤpel Zehenn(er) in d(er) Newschnicz Pet(er) Undicht Gregorij an d(er) Wegschaid dacz von vendschaident willig Buͤrgen worden sein vnd dem Edel(e)n Ruprecht(e)n von Lewbneck die zeit Pfleg(er) zu Gmuͤnd verdient sein an aydes stat v(er)sprochen hat daz alles daz alles daz volf(üh)ret schol w(er)den daz dye Erb(er)n Lewt gesprochen vnd erfunden hab(e)n bey dem v(er)sprechen vnd puͤrgschafft sind gewesen die Erb(er)n Erasem Fewstricz(er) Melichor Haws(er) vnd and(er)e Erb(er) Lewt genug daz wir obgenant all czwelff v(er)bintlich den Spruͦch also gesprochen vnd erfunden habe(n) geb(e)n wir den offen brieff v(er)sig(e)lt mit meins obgena(nnten) Vlr(ich) des Wuͦcherlens auffgedruktem Insigil darczu hab(e)n wir gepeten den Erb(er)n Pet(er) den Chawezl daz er sein Insigil durch uns(e)r obgeschrib(e)n all(en) sprech(ern) pett willen auch er den brieff gedrukt hat in vnd sein erb(e)n an allen schaden d(er) spruch ist geschehen im montag in den zehen tagen in d(er) vasten anno d(o)m(ini) (millesimo) cccco xxo

Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition

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Eindeutiger Bezeichner: 15/r

Siegler Erwähnt

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