1. August 1403
Jörg Chaͤczer von Trefen, Hansen des Chaͤczer seligen sun und seine Hausfrau Cathrey und deren Erben tun kund, daß sie Abt Johann und dem Konvent zu Milstath auf die Oblay nachfolgende Güter verkauft haben um 189 Pfund, die ihr recht freys aigen gewesen sind: ein Gut zu Staindorff in dem Lurnfeld (Niclas), ein Gut zu Khrangel in dem Khäcztall (Schieller), ein Gut an der Stainwant in der Chrems (Nicla Pämbsol) und ein Gut zu Plesniez ob der Khirchen (der jung Puebl), eines zu Purkckhstall (Torsam). Sg: der Aussteller, sein Vetter Jorg der Chaͤczer, Fridreich der Fleckch, Pfleger zu Gemuͤnd. Zg: Hartneid Scherenberger, Chuͦnrad Zungel, Haus Froͤner, Johannes Griezpekch und Pilgreim pey dem tor. Gegeben n. Chr. G. 1403 am Tage Peter im snit.
Quelle: MHDC 10, S. 355, No. 1066
Ich Joͤrg Chaͤcz(er) von Trefen hansen des Chaͤcz(er) Saͤligen Suͦn vnd ich Cathrey sein hawsfraw vnd vns(er) Erb(e)n Sun vnd Toͤchter dy wir hab(e)n od(er) noch gewinnen / v(er)iehen vnd tun chunt offenlich mit dem brief / all(e)n den dy in sehent hoͤrent / od(er) lesent / daz wir mit guetem will(e)n noch gunst vnd Rat vns(er) naͤchsten frewnt vnd erb(e)n / chaͤwflich vnd vnu(er)prochenlich v(er)chawfft hab(e)n / dem Erwirdigen herren Abt Johanni vnd dem Covent zu Milstat auf dy oblay vnd all(e)n iren nachkoͤmen vnd irem Goczhaws da selbs / dye Guet(er) dy h(er) nach geschrib(e)n Stend dy vns(er) Recht freis aygen gewesen sind / vmb hund(er)t vnd newn achczig phunt wienn(er) phenig / der wir von in gancz vnd gar gericht vn(d) gew(er)t sein / dez ersten ain guet zu Staindorff in dem luerlfeld daz nicla pawt / vn(d) ain guet czu Chrangel in dem Chaͤcztal / daz d(er) Schieller pawt / ain guet an d(er) Stainwant in der Chems daz nikla paͤmbsel pawt / vnd ain guet czu plesnicz ob d(er) Chirchen daz d(er) juͤng puͤbl pawt / ain guet zu puͦrkstall daz d(er) Torsam in hat / auch hab(e)n wir in dy vorgeschrib(e)n guͦet(er) alle mit all(er) zugehoͤrung auf geb(e)n vnd in geantw(or)t / avz uns(er) nucz vn(d) gew(er) in ir vnd ires Goczhaws nucz vnd gew(er) / mit allen den eren Rechten nuͤczen vnd gesuechen dy von alt(er) darczu gehorent / czu holcz vnd czu veld als wir in daz auf den guet(e)n v(er)schrib(e)n geb(e)n hab(e)n nichcz da von gezogen als wirs vnd vns(er) vod(er)n in gehabt vnd h(er)pracht hab(e)n / an alles geuerd / auch Sull(e)n wir noch vns(er) erib(en) noch niemant von vns(er)n wegen hincz den obgeschrib(e)n guͦet(e)n oder waz darczu gehoͤrt chain ansprach noch vodrung ewiglich [Falte unleserl.] gehab(e)n wed(er) mit recht noch an recht in chain(er) weis an alles geu(er)d vnd v(er)czeihen vnd des ewiglich mit dem gegenwuͤrtige(n) brief / auch Sull(e)n wir vnd vns(er) erib(e)n od(er) nu(r) vns(er) hab erib(e)n woll(en) dem egnante(m) Goczhaws czu Milstat vnd dem Covent da selbs vnd all(e)n iren nachkoͤme(n) dy vorgeschrib(e)n guͦet(er) mit aller czugehoͤrung schermen vnd v(er)treten mit dem Rechten fur all chrieg vnd ansprach als oft od(er) wo ir des not vnd duͤrft geschiecht als chawfs aigeins vnd landes recht ist Teͣten wir des nicht daz wir dy gelueb vnd puͤnd in d(e)r vberfuern vnd nicht gaͤnczlich Steͣt hielten welichen schaden Si des nemen / den ir ain(er) oder ir Scheinpot mit sein trewn gevod(re)n moͤcht vngeswoͤrn an ayd an alle chlag vnd nottaiding sein Slechten worten dar vmb czu gelawb(e)n de(n) selb(e)n schaden mit sambt dem hawbtguet Sull(e)n wir in gaͤnczlich gelten vnd widerchern vnd Suͤllen Si daz hab(e)n dacz vns vns(er)n erib(e)n vnd dacz vns(er)n treͣwn vnd dacz aller vns(er) hab wo wir dy hieten od(er) noch gewinnen od(er) wie dy genant wer erib od(er) Farnndguet vor allen and(er)n lewten vnd vns(er)n gelt(e)n ongeu(er)d / vnd Sol sew dar vmb vns(er) hawbtma(n) czu Friesach od(er) ein vicztumb od(er) ir gewalt Richten vnd weͣrn von vns(er) hab wo Si dar auf czaigen moͤchten nach des briefs sag mit vns(er)n gueten will(e)n an alles Recht vnd Freipot / daz in daz alles Steͣt gancz vnd vnczebrochen beleib von vns vnd vns(er)n erib(e)n Geb(e)n wir in czu im czewgnuss dar vͤb(er) den offen brief v(er)siglt(e)n mit meins obgenante(n) Joͤrge(n) des Chaͤcz(er) aigen anhangundem Insig(e)l vnd czu ain(er) pess(er)n Sicherhait vnd(er) meins lieb(e)n vett(er)n Joͤrgen des Chaͤcz(er) vnd Fridrichs des Fleks dy czeit pfeg(er) czu Gmuͤnd paider anhangund(en) Insig(e)ln dy Si duͤrch vns(er) fleissigen pet will(e)n an de(n) brief gehange(n) hab(e)n in vnd iren erib(e)n an allen schaden / dar vnd(er) ich mich egenantew Kathrey vnd all vns(er) erib(e)n mit vns(er)n trewn v(er)pind(e)n hab(e)n alles daz Steͣt czu hab(e)n vnd volfuern daz der brieff lawt des chauffs vnd vmb dy peͣt der Insig(e)l Sind czewg vns(er) guet frewnt haͤrtneid Scherenberg(er) Chuͦnrad Zuͤngel hans Fron(er) Johannes Griczpechk vn(d) Pilgreim bey dem Toͤr vnd and(er) erber lewt genuͤg / der brief ist Geb(e)n nach Christi gepuͤrd vierczehenhund(er)t Jar vnd in dem dritten Jar an Sand Peters tag im Snit
Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition
Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 16. November 2023)
Eindeutiger Bezeichner: 15/h
- Friedrich Fleckh („Fridrichs des Fleks dy czeit pfeg(er) czu Gmuͤnd“) – Pfleger von Gmünd
- Johann Froner („hans Fron(er)“) – Zeuge
- Johannes Griesbäck („Johannes Griczpechk“) – Zeuge
- Johann („Johanni“) – Abt des Klosters Millstatt
- Katharina („Cathrey“) – Frau von Jörg Katscher
- Johann Katscher („hansen des Chaͤcz(er) Saͤligen“) – †
- Jörg Katscher („Joͤrg Chaͤcz(er) von Trefen hansen des Chaͤcz(er) Saͤligen Suͦn“) – Sohn von Johann Katscher
- Jörg Katscher („Joͤrge(n) des Chaͤcz(er)“) – Vetter von Jörg Katscher
- Hartneid Schernberger („haͤrtneid Scherenberg(er)“) – Zeuge
- Konrad Züngel („Chuͦnrad Zuͤngel“) – Zeuge
- Pilgrim bei dem Tor („Pilgreim bey dem Toͤr“) – Zeuge
- Pleßnitz („czu plesnicz ob d(er) Chirchen“)
- † Millstatt („Covent zu Milstat“)
- Katschtal („Chaͤcztal“)
- Kremsgraben („in der Chems“)
- Lurn(feld) („Luerlfeld“)
- (Ober-, Unter-) Burgstallberg („puͦrkstall“)
- Friesach
- Gmünd in Kärnten („Gmuͤnd“)
- Krangl („Chrangel“)
- Millstatt („Milstat“)
- Pleßnitz („plesnicz“)
- Steindorf bei Pusarnitz („Staindorff in dem luerlfeld“)
- Steinwand („Stainwant“)
- Treffen („Trefen“)
- Wien („Wienn(er)“)