Zeitereignisse im Lieser- und Maltatal

9. Juni 1388

Friedrich, Mönch in Millstatt, vergleicht sich mit seinem Schwager Rudel, Bürger in Gmünd, indem er auf die Morgengabe und Heimsteuer seiner Muhme Margret keine Ansprüche erhebt. Sg: (Pangrez der Lewbnekker Pfleger zu Gmünd, Konrad der Czungl)

Quelle: Kärntner Landesarchiv, Allgemeine Urkundenreihe AT-KLA 418-B-A 480 St

Ich Fridreich moͤnich cze Millstat v(er)gich off(e)nbar mit disem briͤf vnd tuͦn chunt all(e)n den die in seh(e)nt horent od(er) lesent / daz sich mei(n) Swag(er) Ruͤdel purg(er) ze Gemuͤnd gar vnd gancz mit miͤr bericht hat an mein(er) vnd mein(er) vravnt vnd erb(e)n stat / vmb diͤ morg(e)ngab vnd vmb diͤ haimsteu(e)r / meiner saͤlige muͦmen Margrete(n) sein(er) wiͤrtin / also daz ich / noch chainer mein(er) vreund noch erb(e)n hincz im / noch hincz dhainem / sein(er) erb(e)n / furbaz / vmb diͤ obg(e)n(annte) morg(e)ngab vnd haimstew(er) / nichtcz cze raed(e)n noch cze sp(re)ch(e)n hab(e)n / wed(er) mit gaisteleiche(m) od(er) werleleiche(m) rechte(n) / vnd v(er)czeich mich vnd mein erb(e)n an waͤr stat / d(er) obg(e)n(annten) morg(e)ngab vnd haimstew(er) / vnd sag in d(a) gar vnd gancz los vnd ledig mit sampt seine(n) erb(e)n mit vrchund decz briͤfs / v(er)sig(e)lt mit d(es) erb(er)n Pangreczen vo(n) Leuwenek da selbs phleg(er) cze Gemuͤnd vnd Chuͦnrats des Czuͤngl angehange(n) Insig(e)ln diͤ iͤren Insig(e)l h(ier) an gehange(n) hawe(n)t durch mein(er) vleizzige(n) pet will(e)n / in selb vnd iͤren erb(e)n an schad(e)n / dar vnd(er) ich mich vnd mein freunt vnd erb(e)n v(er)pint staͤt cze hab(e)n / allez daz / dez hie ob geschrib(e)n stet / vnd ist gescheh(e)n nach Christus geburt vͤb(er) dreuczeh(e)n hund(er)t Jar / darnach in dem acht vnd achczigsten Jare / an Sand Preims vnd Sand Felicians tag

Quelle: aus Digitalisat der Online-Edition

Online-Edition: www.monasterium.net (letzter Zugriff: 1. November 2023)

Eindeutiger Bezeichner: 14/gd

Siegler Erwähnt

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