um 1315
Heinrich, König von Böhmen, Herzog von Kärnten etc., beurkundet, daß ihn Konrad von Aufenstein, Marschall in Kärnten, um die Lehenschaft der Feste zu Wildenberch (Wildenstein, Unterkärnten) gebeten habe, die ihm von Amelreichen von Pettawͤ, der an erben tod ist, ledig geworden ist. Heinrich beauftragt Konrad von Aufenstein, sich dieser Güter zu unterwinden. Außerdem bittet Konrad den König, seinen Sohn zum Hauptmann von Krain zu ernennen. Heinrich vertröstet ihn waz uns daran mueglich und aller nuetzleich ist ze tuon, da wellen wir uns gerne nach gedenchen, swenn uns Gott hin ab gen Chernden gesendet. Über Beschwerde Konrads von Aufenstein, daß die Gmuͤnder unpilleichen gelayte geben, entscheidet Heinrich, daß Konrad das Geleitrecht der Gmünder abstelle, bis der König nach Kärnten komme. Bezüglich des newͤn pawͤ, den der Erzbischof von Salzburg an dem Zylaer (Ziller, Tirol) errichtet habe, sendet der König ein Abschrift dessen, was darüber getaydingt wurde. Er verspricht Konrad auch wenn er nach Kärnten komme, sich diesbezüglich mit dem Erzbischof in allen Fragen auseinanderzusetzen. Siegler: der Aussteller. (Ohne Datum.)
Quelle: MHDC 8, S. 81, No. 254
kein Volltext
Eindeutiger Bezeichner: 14/bk
- Konrad III. von Aufenstein – Marschall von Kärnten
- Heinrich VI. von Görz-Tirol – Herzog von Kärnten, König von Böhmen und Polen
- Amalrich von Pettau („Amelreichen von Pettawͤ“) – †
- Burg Wildenstein („Wildenberch“)
- Ziller („Zylaer“)
- Gmünd in Kärnten („Gmuͤnder“)
- Ptuj / Pettau („Pettawͤ“)