11. Jahrhundert
1072 wird das Bistum Gurk gegründet, dieses tritt aber bis auf einzelne Besitzungen in Oberkärnten zuerst wenig in Erscheinung. Brixen und Freising sind im Lieser- und Maltatal begütert. Urkundlich genannt werden: die Kirche von Malta und Aich († bei Dornbach) vor 1039, Altersberg und Lieserhofen vor 1075, Purbach vor 1100. Lieserhofen ist als Amt des Bistums Brixen anzusehen.
- 1006–1039
- Aich („ad Eichi“) und die Kirche von Malta („in loco Malantina …ecclesie decimate partem quartam“) werden urkundlich genannt, als der Edle Popo dem Bischof Egilbert von Freising die vom Edlen Irinch erwechselten Güter und einen Teil der Kirche in Malta gegen zwei Huben in Aich eintauscht. Urk. 11/b
- ca. 1065–ca. 1075
- Altersberg („in monte Alpigeris“) und Lieserhofen („in locis Lisirahovvn“) werden urkundlich genannt, als die Edle Pezala Bischof Altwin von Brixen Güter dort schenkt. Urk. 11/d Azala stellt in Altersberg sogar eine Urkunde aus. Urk. 11/f In einer anderen in Lieserhofen ausgestellten Urkunde überlässt der Edle Heinrich der Kirche Brixen ein Gut in Kerschbaum bei Greifenburg. Urk. 11/o
- ca. 1065–1077
- Der Edle Heinrich und seine Frau Wezala tauschen Güter mit der Kirche Brixen in einer in Lieserhofen ausgstellten Urkunde. Urk. 11/p
- 1070–ca. 1080
- In einer weiteren in Lieserhofen ausgestellten Urkunde gibt der Freie Wolf seine Ansprüche auf das Brixener Gut „Franchenstetin“ auf. Urk. 11/r
- 4. Februar 1072
- Das Bistum Gurk kann gegründet werden, da König Heinrich IV. sein Einverständnis gibt, dass Erzbischof Gebhard von Salzburg in Gurk bei der Marienkirche ein Bistum errichtet. Urk. 11/h Papst Alexander II. gab sein Einverständnis bereits 1070. Urk. 11/g
- ca. 1075–1090
- Albrecht („Adalpreht“) überlässt der Brixener Kirche in einer in Lieserhofen ausgestellten Urkunde das Gut Tschierweg. Urk. 11/s In weiteren in Lieserhofen ausgestellten Urkunden schenkt Vogt Arnolf der Brixener Kirche Grundstücke in St. Valentin in Villnöss Urk. 11/t und Berchthold und Brixen tauschen Güter bei Feldkirchen. Urk. 11/v
- ca. 1085–1090
- Tagino verzichtet für die Brixener Kirche auf eine Hube am Altersberg. Urk. 11/w In einer in Lieserhofen ausgestellten Urkunden schenkt Pennepurch der Brixener Kirche die Hälfte eines Gutes in Karlsdorf. Urk. 11/x
- ca. 1085–1097
- In einer anderen in Lieserhofen ausgestellten Urkunde schenkt Tagino der Brixener Kirche ein Gut in Tirol. Urk. 11/y
- 1097–ca. 1100
- Purbach („Burginbah“) wird urkundlich genannt, als der Brixener Ministeriale Meripoto und Frau Rihcart ihrer Kirche Ackerland in Purbach um Huben zu Völs und Villanders vertauschen. Urk. 11/n